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Was ist Taekwon-Do?

Taekwon-Do ist eine traditionelle Kampfkunst aus Korea, die in den 50er Jahren in der heutigen Form gegründet wurde.

Der Name Taekwon-Do setzt sich aus drei koreanischen Worten zusammen:

Wörtlich: "Fuß-Faust-Weg"

Tae Fuß, Einsatz von Fußtechniken (Springen, stoßen, schlagen)
Kwon Hand, Einsatz von Handtechniken (stoßen, schlagen)
Do Der Weg, der Geist, die Lehre

 

Geschichte des Taekwon-Do

Die Ursprünge

Im ersten Jahrhundert vor Christus war das Gebiet des heutigen Koreas in drei Königreiche unterteilt, Silla, Koguryo und Baek Je, die untereinander in ständige militärische Auseinandersetzungen verwickelt waren. Im kleinsten dieser Königreiche (Silla) bildeten die jungen Adligen zur Verteidigung eine Elitegruppe, die Hwa Rang Do, die sich nicht nur in den üblichen Waffengattungen wie Speer, Bogen, Schwert und Haken, sondern auch in geistiger und körperlicher Disziplin übten und verschiedene Arten des Hand- und Fußkampfes vorzüglich beherrschten: Soo Bak Gi (Faustkampf) und Taek Kyon (Fußkampf).

 

Die Bedeutung Choi Hong-Hi`s für die Entwicklung des TKD

Choi Hong-Hi wurde am 9. November 1918 im Gebiet des heutigen Nordkorea geboren. Schon im Alter von 12 Jahren wurde er wegen Aufwiegelung gegen die japanischen Behörden, die damals Korea besetzt hielten, aus der Schule ausgeschlossen. Sein Vater schickte ihn daraufhin zu einem Privatlehrer, Herrn Han, Il-Dong. Dieser war ein Meister des Taek Kyon, der alten koreanischen Kunst des Fußkampfes. Er lehrte Choi Hong-Hi sein Wissen.

1938 wurde Choi zur Weiterbildung nach Japan gesandt. Dort erlernte er zusätzlich die japanisch kriegerische Kunst Karate und erlangte nach zwei Jahren intensiven Trainings den schwarzen Gürtel 1. Grades. Beim Ausbruch des 2. Weltkriegs musste sich Choi gegen seinen Willen zur japanischen Armee melden.

Während seiner Stationierung in Pyongyang in Nordkorea wurde er Organisator der koreanischen Unabhängigkeitsbewegung.
Choi wurde angeklagt und während der acht Monate vor seinem Prozess in einem japanischen Gefängnis inhaftiert.

 

Kampfkunst in der Zelle

Um die Langeweile zu mildern und sich physisch fit zu halten, praktizierte er in seiner Zelle Taek Kyon und Karate.
Innerhalb kurzer Zeit wurden sein Zellengenosse und der Gefängniswärter seine Schüler.
Die Befreiung Koreas 1945 rettete ihn vor einer siebenjährigen Gefängnisstrafe.

Im Januar 1946 wurde er als stellvertretender Leutnant in die neu gegründete Armee aufgenommen und bald darauf Kompaniechef des 4. Infanterieregiments. Dort begann er zunächst damit, seine Soldaten in Karate zu unterrichten.

Jedoch verschrieb er sein Leben den koreanischen Künsten. Er wollte eine eigene kriegerische Kunst entwickeln, die dem Karate in Psyche und Technik überlegen ist.
Diese Aufgabe wurde sein Lebenswerk. In den folgenden Jahren entwickelte er neue Techniken und verbesserte und ergänzte die Taek Kyon- und Karate-Techniken.

Mit seiner steilen militärischen Kariere wuchs sein Einfluss auf das Militär und so setzte er die Aufnahme seiner kriegerischen Kunst in das Ausbildungsprogramm des Militärs durch.

1954 war das Jahr in dem die neue Kampfkunst nahezu abgeschlossen war.

 

Die "Geburt" des Taekwon-Do

am 11. April 1955 wurde der neuen Kampfkunst der Name Taekwon-Do gegeben.

Am 22.März 1966 wurde in Seoul die INTERNATIONAL TAEKWON-DO FEDERATION (ITF) gegründet. Choi Hong-Hi wurde der erste Präsident der ITF .